Stolberger Schloss


Alles begann mit einer Jagdszene in welcher Ritter Columna einen schwarzen Hirsch in den Stolberger Wäldern fing und diesen als Geschenk an den Hof des Kaisers Justinian sendete. Zum Dank erhielt der Ritter das Land in dem er den Hirsch gefangen hatte und begründete damit das Grafengeschlecht der Grafen zu Stolberg. Noch heute ist der schwarze Hirsch das Wappentier der Stadt Stolberg und noch heute erhebt sich imposant über den kleinen, dicht aneinander-geschmiegten Fachwerkhäuschen im Tal das große Schloss des Grafengeschlechts.

Urkundlich erwähnt wurde der erste Graf zu Stolberg mit Namen Heinrich bereits 1210. Er lebte noch in einer richtigen Burg. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg allerdings zu einem größeren Schloss im Renaissancestil umgebaut. In dieser Zeit heiratete auch die Tochter Juliana des Stolberger Grafen Botho III. den Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg. Ihr ältester Sohn Wilhelm von Oranien ging als Befreier der Niederlande in die Geschichte ein und die Stolberger Prinzessin gilt seit dem als Ursprung des niederländischen Königshauses. Am Ende des Aufstiegs aus der Stadt zum Schloss hat man ihr ein Denkmal gesetzt, dargestellt als kleines Mädchen, als welches sie bereits das väterliche Schloss verlassen musste.

Das Schloss war bis 1945 weiter Sitz des Grafengeschlechtes in der Linie zu Stolberg-Stolberg. Danach wurde es ein Ferienheim und nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde es gar nicht mehr aktiv genutzt. Nicht nur die historische Einrichtung ging dabei größtenteils verloren, schließlich war der Baubestand an sich gefährdet. Seit 2002 hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz das Schloss übernommen und mit der Sanierung der Gebäude begonnen, was diese nach und nach wieder nutzbar macht.

Somit können sich Besucher wieder in den restaurierten, repräsentativen Räumen des Schlosses umsehen. Immer Freitags um 20 Uhr gibt es eine kurzweilige und interessante Führung auch durch sonst nicht zugängliche Räume des Schlosses, bei der man auf Wunsch mit einem Glas Sekt auf die Wiedergeburt des Stolberger Schlosses anstoßen kann.

Weitere Informationen zum Stolberger Schloss finden Sie auf Wikipedia und auf der Internetseite www.stadt-stolberg.de. Zur Hirschlegende sind weitere Quellen unter www.zeno.org zu finden.

Blick auf das Stolberger Schloss

prächtiges Portal mit gräflichem Wappen am Eingang zum Fürstenflügel des Stolberger Schlosses

über den Fachwerkhäuschen im Tal thront das Stolberger Schloss, Blick vom oberen Bandweg

1357 erstmals erwähnte Schlosskapelle des Stolberger Schlosses

bei der Restaurierung entdeckte Fresken im historischen Treppenhaus des Stolberger Schlosses

Denkmal für die Stolberger Prinzessin Juliane, die Begründerin des niederländischen Königshauses


Güntersberge 20,0 km 6,0 Std.
Hirschdenkmal 4,0 km 2 Std.
Multi-Cache Pilzköpfe 3,3 km 2,0 Std.
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