Tour Talsperre Neustadt / Burgruine Hohnstein


Eine der längsten aber auch schönsten Touren ab Stolberg führt über die Höhenzüge des Hainfelds zur ältesten Talsperre Thüringens und zur geschichtsträchtigen Burgruine Hohnstein.

Durch die vielen großen und kleinen Attraktionen am Wegesrand wird es auf dieser Tagestour nie langweilig. Der Weg ist fast immer gut ausgebaut, mal auf Forststraßen und dann wieder auf schmalen Pfaden durch den Wald.

Es gibt verschiedene Einkehrmöglichkeiten auf der Strecke. Die schönste davon ist wohl der Burggasthof Hohnstein, von dessen Terrasse man bei gutem Wetter ins weite Harzvorland schauen kann, während man gute Thüringer Klöße speist. Kinder erkunden in dieser Zeit die Gänge und Verliese der Burgruine als Ritter, Knappe oder Burgfräulein.

Diese Tour entspricht im Streckenabschnitt vom Ortsteil Hainfeld bis zur Neustädter Talsperre dem von der Stadt Stolberg ausgewiesenen Terrainkurweg Nr. 10.

Eine Varianten dieser Tour ist, sie im Ortsteils Hainfeld zu beginnen und zu beenden. Man erspart sich dann den Aufstieg aus Stolberg auf das Hainfeld.

Auf dieser Tour können Sie folgende Geochaches finden: Hunrodeiche, Hohnstein, Ebersburg.

Auf dem Hainfeld

Talsperre Neustadt

Burgruine Hohnstein

Rathaus Stolberg (Startpunkt) – das Rathaus einer der schönsten Fachwerkstädte Deutschlands kommt ganz ohne eingebaute Treppen aus
Saigerturm – heute schlüpft man ungehindert hindurch, früher war es ein Bollwerk gegen Feinde
Lutherbuche – schönster Blick auf Stolberg, mit einer eigenen Historie
Hunrodeiche – über 1000 Jahre altes beeindruckendes Naturdenkmal
Talsperre Neustadt – älteste Talsperre des Harzes, in himmlicher Ruhe gelegenes noch heute genutztes Baudenkmal
Burg Hohnstein – von der einstmals größten Harzer Burganlage kann man weit aufs Harzer Vorland schauen
Ebersburg – die meisten der mächtigen Mauern der Burg sind verschwunden, trotzdem trifft man manchmal noch Rittersleut


Vom Marktplatz gehen wir in Richtung des am Markt gelegenen Saigerturms und sogar unter ihm hindurch. Große Menschen bitte den Kopf einziehen! Hinter dem gleich rechts gelegenen Geburtshaus Thomas Müntzers biegen wir rechts in die Stubengasse, an deren Ende wir das Flüsschen Thyra überqueren. Übrigens ist dies gleichzeitig die Quelle der Thyra, die hier aus dem Zusammenfluss der Flüsse Lude und Wilde entsteht. Nun halten wir uns links und steigen nach wenigen Metern rechts in Richtung Lutherbuche bergan (Wegweiser Nr. 283: Am Graben – Stubengasse, Richtung Hunrodeiche, Hainfeld, Markierung blauer Punkt). Nach einigen Kehren erreichen wir den unteren Bandweg (Wegweiser 58: O.Landmannweg / Am unteren Bandweg, Richtung Hunrodeiche, Hainfeld, Markierung blauer Punkt). Hier geht es weiter bergan über eine Wiese zur Lutherbuche von der man den schönsten Blick auf Stolberg hat. Etwas oberhalb der Lutherbuche queren wir den oberen Bandweg (Wegweiser 50: Oberer Bandweg – An der Lutherbuche, Richtung Silberbachstraße, Hunrodeiche, Hainfeld, Markierung blauer Punkt) und gehen weiter steil bergan den Otto-Landmann-Weg bis zur asphaltierten, aber kaum befahrenen Silberbachstraße (Wegweiser 54: An der Silberbachstraße, Richtung Hunrodeiche, Hainfeld, Markierung blauer Punkt), auf der wir dann nach kurzer Zeit die über tausendjährige Hunrodeiche erreichen.

Wir folgen der Fortsetzung der Silberbachstraße, weiter auf asphaltiertem Untergrund, vorbei am rechts gelegenen Abgang Harzgarten (Wegweiser Nr. 203) und vorbei am in einer Rechtskurve links ins Wolfstal abgehenden Weg (Wegweister Nr. 213 und 216) bis zur zweiten Rechtskurve der Straße im kleinen Ortsteil Hainfeld, an der sich linkerhand eine Schutzhütte befindet. Hier biegen wir nach links ab und verlassen dabei die asphaltierte Straße (Wegweiser Nr. 77, Richtung Jägerstieg, Nordhäuser Talsperre und Ruine Hohnstein, Markierung roter Strich). Vor uns tun sich nun immer wieder wunderschöne Wiesen der Hainfelder Hochebene auf. Auf dem Weg passieren wir den Abzweig am Schäferbuchenweg (Wegweiser Nr. 181, Richtung Jägerstieg, Nordhäuser Talsperre), queren einen Forstweg und passieren den Abzweig Kleiner Himmelsstieg (Wegweiser Nr. 70; Alte Hainfeldchaussee, Richtung Jägerstieg, Nordhäuser Talsperre und Ruine Hohnstein, Markierung roter Strich). Ebenfalls passieren wir das Grab eines unbekannten Soldaten, der im April 1945 auf dem Hainfeld gefallen war, welches links am Wegesrand liegt. Schließlich erreichen wir am Picknickplatz (hier allerdings ohne Tisch und Sitzmöglichkeiten) die Breitensteiner Chaussee, auf der wir nach links weitergehen (Wegweiser Nr. 370, Richtung Jägerstieg, Talsperre, Ruine Hohnstein), um sie dann nach wenigen 100 Metern nach rechts zu verlassen (Wegweiser Nr.367, Richtung Talsperre, Hohnstein, Neustadt).

Von hier führt der Jägerstieg direkt zur Neustädter Talsperre, die ganz ruhig von Wäldern umgeben im Tal liegt. Abweichend von der falschen Beschilderung des Wegweisers Nr. 141 gehen wir nun auf der asphaltierten Straße nach links bis zur Staumauer der ältesten Talsperre Thüringens an der verschiedene Schilder die Funktion und den Aufbau des Stausees erläutern. Nach dem Passieren der rechterhand liegenden Staumauer (Wegweiser Nr.140, Richtung Neustadt, Markierung roter Strich) folgen wir der asphaltierten Zufahrtsstraße zur Talsperre einige hundert Meter weiter in das Tal bergab bis es rechts in einen kleinen Weg abgeht (Schild 156, Neustadt, Ruine Hohnstein, Stempelstelle Talsperre). Über eine kleine Brücke neben einer blauen Stange überqueren wir das Rinnsal im Talgrund. Der Pfad mündet an den Wegweisern Nr. 133 und 152 auf einen Wanderweg, dem wir nach links weiter folgen. Nach circa fünfzig Metern zweigen wir vom Weg im Tal nach rechts bergan ab und folgen dem Wegweiser Nr. 153 (hinter Wegweiser Nr. 249) in Richtung Neustadt und der Markierung roter Strich.

Nach kurzer Strecke erreichen wir die alte Poststraße (einen bis 1820 genutzten historischen Postweg zwischen Braunschweig und Nordhausen, Wegweiser Nr. 308) und biegen hier nach rechts auf die Poststraße ab (Wegweiser Nr. 307, Richtung Hufhaus, Birkenmoor). Nach circa hundert Metern erreichen wir bereits eine weitere Wegkreuzung mit einer rechterhand liegenden Schutzhütte. Hier biegen wir nach links ab (Wegweiser Nr. 151, Richtung Neustadt, Ruine Hohnstein, Markierung roter Strich).

Nun geht es mehr oder weniger immer gerade aus bis wir die Burgruine Hohnstein erreichen.
Wir passieren dabei die Wegweiser Nr. 533, 236, 310, 363 und folgen stets der Richtung Burgruine Hohnstein und der Markierung roter Strich. Am Schild zur Erklärung der Vogelkirsche halten wir uns rechts.

Schließlich geht es steil bergan auf die Burgruine Hohnstein hinauf. Das Burggelände lädt zur Erkundung ein und wenn man den Weg zum Turmaufstieg (Metallleiter) gefunden hat, wird man mit einer grandiosen Aussicht in das Harzer Vorland belohnt. Die Gaststätte im Burggelände oder der Imbiss am unter der Burg gelegenen See eignen sich zur Mittagsrast. Natürlich kann auch der Wegproviant auf dem Picknickplatz umgeben von den Resten der Burggemäuer verzehrt werden.

Zurück geht es wieder durch die Burgtore bergab bis zu einem ersten Plateau. Bevor der asphaltierte Zuweg zur Burg nach einer scharfen Rechtskurve weiter ins Tal führt (optionaler Abstecher nach Neustadt) folgen wir dem Wegweiser Nr. 228 in Richtung Felsentor, Heinrichsburg, Sägemühle und Ebersburg. Der Weg führt auf halber Höhe am Hang entlang. Bei der folgenden Weggabelung folgen wir dem Wegweiser Nr. 231 in Richtung Felsentor, Heinrichsburg, Sägemühle und Neustadt nach rechts. Nach circa weiteren fünf Minuten erreichen wir eine Wegkreuzung mit sechs abgehenden Wegen. Hier folgen wir weiter dem Weg der mit dem Wegweiser Nr. 137 in Richtung Gangerfeld (Bungalow-Siedlung), Sägemühle, Eberburg ausgewiesen ist. Schließlich trifft der Wanderweg beim Wegweiser Nr. 235 auf einen Forstweg, auf dem wir circa 20 Meter nach rechts gehen (Hinweistafel zum Felsentor) um dann wieder nach links den Weg am Waldesrand fortzusetzen (Wegweiser Nr. 37, Richtung Heinrichsburg, Sägemühle, Ebersburg, Gangerfeld).

Optional: Am folgenden Abzweig (Wegweiser Nr. 46) können Sie nach links einen Abstecher zur Heinrichsburg oder linkerhand schräg zurück zum Felsentor machen.

Unsere Wanderung verläuft aber weiter auf dem Weg geradeaus am Waldrand entlang. Am Wegweiser Nr. 238 erreichen wir auf schmalem Pfad schließlich die alte Poststraße, die wir nach der Talsperre schon einmal wenige Meter genutzt hatten. Wir setzen unseren Weg auf der rechts liegenden asphaltierten Straße fort (Wegweiser Nr. 36, Richtung Sägemühle, Eberburg, Talsperre). Rechterhand der Straße liegt die Bungalow-Siedlung Gangerfeld.

Nach einer Linkskurve biegt der Wanderweg am Wegweiser Nr. 133 rechts in Richtung Sägemühle, Eberburg ab und führt dann sogleich über den Krebsbach (Fahrradweg Richtung Sägemühle, Stempeda). Durch das wunderschöne Krebsbachtal (das Wasser kommt von der Neustädter Talsperre, die wir vorher erwandert hatten) immer am Flüsschen entlang geht es weiter bis zu einer Landstraße (Wegweiser Nr. 267), der wir circa hundert Meter nach links folgen und so zur Sägemühle gelangen, an der man auch in ein Gasthaus einkehren kann, bevor man entweder einen optionalen Abstecher zur Ebersburg unternimmt oder gleich die letzte Etappe der Wanderung in Angriff nimmt. Der Aufstieg zur Ebersburg ist circa einen Kilometer lang. Zurück geht man den gleichen Weg zur Sägemühle.

Von der Sägemühle folgen wir der asphaltierten Straße bis zu deren Ende (Wegweiser Nr. 397, Richtung Hainfeld, Stolberg, Markierung blauer Punkt) und wandern auf dem befestigten Weg (Breitensteiner Chaussee) weiter. Durch Schilder werden uns hier verschiedene Baumarten vorgestellt und man ist überrascht, dass es so viele verschiedene Arten an diesem Weg gibt.

Wir passieren zwei Abzweige „Kohlenstraße“ in Richtung Rodishain (Wegweiser Nr. 388 und etwas später 387), bleiben aber auf der Breitensteiner Chaussee. Beim zweiten Abzweig in Richtung Rodishain weist der Wegweiser Nr. 389 auf der Breitensteiner Chaussee weiter Richtung Hainfeld und Stolberg. Nur circa 30 Meter danach biegen wir beim Wegweiser Nr. 393 in Richtung Hainfeld, Stolberg rechts von der Breitensteiner Chaussee ab.
Nun führt der Weg nach rechts bergab. Bei den folgenden drei Weggabelungen, jeweils unbeschildert, folgen wir stets dem linken Weg. Schließlich führt der Weg bald wieder stark bergan und es findet sich auch wieder die Markierung blauer Punkt. Am Ende des Anstiegs stoßen wir auf einen befestigten Forstweg (Alter Nordhäuser Weg), dem wir geradeaus folgen. Wir laufen bergab, passieren den linker Hand liegenden kleinen See gehen hier weiter geradeaus, dann rechts und dann folgen wir dem geradeaus liegenden steil bergan steigenden Weg. Am Ende dieses Weges (Wegweiser Nr. 184, Richtung Ortteil Hainfeld, Markierung blauer Punkt) geht es wieder über die Wiesen des Hainfeldes immer dem Fortsweg geradeaus folgend zurück zu der kleinen Ortsteil Hainfeld, den wir am Anfang der Wanderung passierten und dann weiter auf gleichem Wege wie beim Start der Wanderung nach Stolberg zurück.

Eine andere Variante der Wanderung ist die, mit dem Auto bis zum Ortsteil Hainfeld zu fahren, dort zu parken und die Wanderung von dort zu starten und dort zu beenden. Mit dieser Variante spart man sich den Aufstieg aus Stolberg auf das Hainfeld.


3 KOMMENTARE
  • wanderninstolberg
    Antworten

    Diese Tour wurde am 28.05.2017 begangen und im Anschluss wurde die Wegbeschreibung überarbeitet.

  • Ulrich Behm
    Antworten

    Hergottszeiten haben wir uns verlaufen! Leider weicht Ihre Beschreibung nach der Burgruine Hohnstein ein paar mal von der Wegbeschilderung ab. Der Weg durch das Felsentor war falsch, wir drehten um und stießen zuerst auf die Ebersburg und dann auf die Säge- (nicht Säger-!) mühle. Danach wurde es immer schwieriger: Nach den vielen Baumarten fanden wir den Abzweig nach Rodishain und sofort danach ein Schild (!) rechts das (Abweichend von Ihrer Beschreibung) rechts in den Wald wies – nach „Hainfeld“. Der Weg wurde schlechter, führte in ein Tal und dort gab es drei Möglichkeiten weiterzugehen. Keiner war im Verlauf „aus weißen Steinen“ !!! Eher waren mindestens zwei Wege von Holzrückefahrzeugen zerstört. Wir probierten alles (kein Empfang von Telefon im Tal, kein sicherer Weg – völlig ratlos sind wir wieder zurückgegangen. Schlammig und mit nassen Füßen (Weg ins Tal stand unter Wasser) sind wir oben angekommen der Hermannacker Chausse weiter gefolgt. „In einer Spitzkehre geht der Weg rechts von der Chausse ab, leider ohne das uns ein Schild den Weg zeigt“ – so schreiben Sie. (Bitte bedenken, am vorher benannten Abzweig war gleich rechts ein Schild, dass ins Tal führte – nur dort nicht weiter …) Wir kamen an einem Holzladeplatz wieder an eine Wegkreuzung – drei Wege – kein Schild – kein Mensch weit und breit – echt einsam -scheinbar tief im Wald. Wir haben alle Wege ausprobiert – der dritte steil Berganweg war es, der uns in die richtige Richtung brachte. Wir kamen an den Hauptweg, der uns zum Ausgangsort brachte. Wir haben uns also mehrfach verlaufen. Ihre Wegbeschreibung ist falsch, schlecht und ich denke sogar, bei einsetzender Dunkelheit gefährlich. Wir würden vorschlagen ein paar neue Schilder aufzuhängen, andere vorhandene Schilder zu integrieren und den sonst sehr schönen Weg erst dann wieder in das Internet zu stellen. Übrigens haben wir fast 30 KM gebraucht um wieder nach Stollberg zu kommen!

    1. admin
      Antworten

      Hallo Herr Behm, im Grunde ist die Beschilderung der Wanderwege rund um Stolberg nicht schlecht, dennoch gibt es an einigen Stellen Lücken, die eine Orientierung beim Wandern unmöglich machen. Um dennoch eine Orientierung zu ermöglichen, werden im Rahmen dieses Internetangebots GPS-Tracks bereitgestellt, die eine Navigation per GPS ermöglichen. Bei Wandertouren, wie auch bei dieser, bei welchen eine Orientierung an Wegweisern und der Wegbeschreibung allein nicht möglich ist, wurde deshalb der Vermerk „für die Tour wird die Navigation mit einem GPS-Gerät empfohlen“ angebracht! Außerdem empfehlen wir in diesem Zusammenhang auch die Nutzung von Offline-Kartenmaterial, da die Internetverbindung in den Tälern um Stolberg abreißen kann.

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